Prof. Dr. Martina Sitt Professur für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte
Prof. Dr. Martina SittProfessur für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte  

Wintersemester 2017/18

 

Vorlesung

Mittwoch 10 s.t.-11.30


Farbe und Linie – Konzepte und Künstler oder an den europäischen Kunstakademien das Sehen und das Malen lernen 1650-1850

 

Zahlreiche Gemälde lassen sich auch als Zeugnisse oder Illustrationen für akademische Diskussionen betrachten. So wird ein Streifzug durch die Akademien in Europa von ca. 1550-1850 auch zu einer spannenden Seh-Erfahrung mit einer Vielzahl von Kunstwerken und Künstlern aus Florenz, Rom, Paris, London, Berlin, Düsseldorf, München und Kassel.

Wie kommt es zu den Gründungen der ersten Akademien in Europa? Welche Interessen stehen dahinter? Wie sieht die Vorgeschichte der Künstlerausbildung aus? Was sollte damals vermittelt werden? Wie kam es zu dem System der Gattungen und was bewirkte es? Welche Konzepte bestimmen und begleiten die Akademiegründungen in Europa?

 

Seminar

Italienische Kunstgeschichte oder Kunstgeschichte auf Italienisch – zwischen Fachtermini und Fachsprache

 

Prof. Dr. Martina Sitt, Désirée Monsees MA

 

 

Wer ist in seinem Studienalltag nicht schon einmal unerwartet einem italienischen Zitat begegnet, sei es in einer Publikation, einem Vortrag oder in den eigenen Vorbereitungen für ein Referat. Das Zitieren und Verstehen von italienischen Texten, Autoren und einzelnen Sätzen erfordert ein tieferes fachsprachliches Wissen. Denn was verstehen wir beispielsweise unter der disegno-colore-Frage oder dem berühmten paragone? Und woher stammen diese Begriffe?

 

In diesem Seminar wollen wir gemeinsam vorwiegend kunstwissenschaftliche Texte lesen. Dabei behandeln wir ein breites Spektrum italienischer Künstler von Cimabue bis Bernini und das Fachvokabular der verschiedenen Autoren. Zudem wollen wir untersuchen, wie sich mit den erarbeiten Termini ein Kunstwerk in Sprache fassen lässt. Wir wollen aufzeigen, wie sich aus Wörtern des alltäglichen Sprachgebrauchs Begriffe entwickelten, die inzwischen für ein ganzes Theoriegebäude stehen. Wichtig ist dabei der kommunikative Umgang mit den italienischen Wörtern ebenso wie die kritische Reflexion ihrer Anwendbarkeit.

 

 

Meisterwerke des Barock –Der „Himmel auf Erden“ oder die Wiederentdeckung eines „häßlichen Stils“

 

Das Zeitalter des Barock und seine Kunst hat eine wechselvolle Rezeptionsgeschichte erfahren. Gelobt, geschmäht, belächelt und wiederentdeckt. Dabei ist auch die Spannbreite der ebenso komplexen wie faszinierenden Werke riesig und schließt große Maler im Norden (Rubens, Rembrandt Ruisdael) wie im Süden (Maratta, Reni, Tiepolo oder Poussin) ein. Die Wissenschaft hat sich durchaus schwer damit getan, Konzepte für die einzelnen Facetten der Kunst zu formulieren. Die Begrifflichkeiten sind oftmals vielschichtig und keineswegs eindeutig definiert. Der Versuch, die Werke im Kontext der zu begreifen und Konzepte zum Staatsverständnis, zu Subjektivität des Künstlers, zum Menschenbild oder zum Stil auch anhand der Kunstwerke abzulesen, sind zahlreich entwickelt worden.

Passend dazu wird sich das Seminar von Dr. Märtens mit der „Kunstgeschichte als Kulturgeschichte – Lesarten des Barock von Rosenzweig bis Winckelmann“ beschäftigen. Es wird dringend empfohlen, beide Seminare zu besuchen, da sich dann inhaltliche Diskussion der Texte und Analyse der Kunstwerke besonders gut ergänzen.

 

Seminar

Landgraf Carl von Hessen-Kassel (1654-1730): ein Fürst im Zentrum von Kunst, Wissenschaft und Politik

Prof. Dr. Martina Sitt/ Prof. Dr. Anne-Charlott Trepp

 

Kaum einem Herrscher kann man in Kassel immer noch so intensiv begegnen wie Landgraf Carl. Die Zeugnisse seines Schaffens sind in der Stadt und ihrer Umgebung, in der Wissenschaftsgeschichte, in der Kunst und Wirtschaftsgeschichte noch präsent. Mit ihm verbinden sich das Collegium Carolinum, der Bergpark mit dem Herkules oder das Marmorbad. Seine Italienfahrt führte zu regem Transfer von wissenschaftlichen und künstlerischen Anregungen und Personal. Sein Beamtenstand war bestens geschult und seine Vorstellungen eines wirtschaftlichen Wohlstands etwa durch eine Kanalverbindung zwischen Weser und Rhein oder den Messinghof gründeten auf visionären Überlegungen. Zu den politisch-wirtschaftlichen Ereignissen, die auch Auswirkungen auf die Kultur- und Kunstpolitik hatten, gehören etwa die Aufnahme der Hugenotten 1699.

 

Kolloquium für Examenskandidaten

MO 16.30-18 Uhr -  31.10., weitere Termine nach Vereinbarung

 

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